Profiling für Spitzensport-Organisationen — Persönlichkeit, Beziehungsdynamik und Teamgefüge sichtbar machen.
Im Spitzensport werden Taktik, Athletik und Technik auf höchstem Niveau professionell bearbeitet. Die menschliche Dimension — Persönlichkeit, Beziehungsdynamik, Teamgefüge, Führungsverhalten — bleibt jedoch oft unter ihrem Potenzial.
Dort, wo dieser Bereich systematisch verstanden und entwickelt wird, entstehen messbare Effekte: stabilere Leistung unter Druck, bessere Kommunikation zwischen Staff und Spielern, weniger Konflikte mit Reibungsverlusten, höhere Resilienz in Krisenphasen, kürzere Onboarding-Zeit bei Transfers.
Genau hier setzt MYES an.
MYES ist ein Profiling- und Begleitungssystem, das Persönlichkeit, Beziehungsdynamik und Teamgefüge sichtbar macht. Die Methodik ist als integriertes System aus drei Welten und sechs Kontexten angelegt — derselbe methodische Kern, angewendet in Sport, Wirtschaft und im gemeinnützigen Bereich.
Im Sport bedeutet das: Wir bringen Erfahrung aus Führungsarbeit ausserhalb des Sports mit ein, was die Lesart deiner Organisation schärft, statt sie auf reine Sportlogik zu verengen.
Das Fundament der Methodik ist bewusst nicht Gegenstand dieses Angebots — entscheidend ist, was es im Alltag bewirkt. Wer das System tiefer verstehen will, findet im Anhang dieses Dokuments eine kompakte Übersicht; wer einfach nur die Wirkung nutzen will, muss sich nicht damit beschäftigen.
Profiling-Angebote im Spitzensport werden schnell als „weich", „esoterisch" oder „ablenkend vom Sportlichen" eingestuft. Dem begegnen wir nicht mit Versprechen, sondern mit drei Prinzipien.
MYES wird nicht als „Programm" ausgerollt, das Spieler und Staff überfordert. Profile entstehen ohne grossen Aufwand, Auswertungen werden in ruhigen Einzel- und Kleingruppen-Settings besprochen — kein Workshop-Theater, keine Plenumsübungen.
Wir erklären keine Modelle, wenn niemand danach fragt. Wir liefern Lesart, Empfehlung, Handlungsoption. Der Trainer bekommt keine Theorie, sondern eine bessere Antwort auf seine konkrete Frage.
Wir starten dort, wo die grösste Wirkung entsteht — und vertiefen so schnell oder so behutsam, wie es eure Organisation aufnehmen kann. Wirkung muss vor Ausweitung sichtbar werden, nicht umgekehrt.
Ein vertrauliches Gespräch mit der sportlichen und wirtschaftlichen Führung. Ziel: konkrete Fragestellungen identifizieren, in denen MYES Wirkung erzeugen würde — z. B. eine bevorstehende Verpflichtung, eine Trainerentscheidung, eine Teamdynamik-Frage, eine Nachfolgeplanung.
Ergebnis: schriftliche Empfehlung, ob und wo eine MYES Analyse oder Begleitung sinnvoll ist.
Mögliche Schwerpunkte:
Ergebnis: Booklet mit schriftlicher Auswertung, persönliches Übergabegespräch, klare Handlungsempfehlungen.
Wenn die Analyse Wirkung zeigt: kontinuierliche Begleitung über die Saison. Standortbestimmungen mit Management und Staff, anlassbezogene Einzelbegleitung bei Bedarf, Profiling bei neuen Verpflichtungen, Sparring für den Cheftrainer in heiklen Personalfragen.
Frequenz und Tiefe richten sich nach der Lerngeschwindigkeit der Organisation und den konkreten Themen, die im Saisonverlauf auftauchen.
Die Investition richtet sich nach Umfang und Tiefe der Analyse. Die folgenden Werte sind Richtwerte für Schweizer Spitzensport-Organisationen und werden im Strategie-Gespräch konkretisiert.
| Stufe | Umfang | CHF (exkl. MwSt.) |
|---|---|---|
| 01 — Strategie-Gespräch | schriftliche Empfehlung | kostenfrei |
| 02 A — Staff-Analyse mit Führungsfokus | 8–15 Personen, inkl. Einzelgespräche Führungspersonen, Booklet, Debriefing | 15'000 – 20'000 |
| 02 B — Gesamtteam-Analyse | bis ~30 Personen (Spieler + Staff), inkl. Booklet, individuelle Rückmeldungen, Debriefing | 7'500 – 12'000Nachwuchs / U-Mannschaften18'000 – 28'000Profi-Team |
| 02 C — Transfer-Analyse | pro Verpflichtung, inkl. Übergabegespräch | 2'500 – 4'000 |
| 03 — Saisonbegleitung | individuell zugeschnitten, Aufwand nach Bedarf | nach Absprache |
SROI (Social Return on Investment) misst, welchen Wert eine Investition über die reinen Kosten hinaus erzeugt. Für Spitzensport-Organisationen sind die folgenden Hebel die relevantesten — bewusst konservativ kalkuliert, mit dem Ziel, eher zu untertreiben als zu überversprechen.
National-League-Mannschaft · ~30 Personen Kader + Staff · Investition CHF 22'000 (Mittelwert)
Eine Fehlverpflichtung im Profibereich kostet typischerweise CHF 150'000 – 600'000 (Salär-Restlaufzeit, Ablöse, Ersatzbeschaffung, Kabinenwirkung). Realistisch ist nicht „eine vermiedene Fehlverpflichtung pro Saison" — sondern eine graduell verbesserte Entscheidungsqualität über mehrere Verpflichtungen.
Ein Trainerwechsel mitten in der Saison kostet typischerweise CHF 200'000 – 1'500'000. Auslöser sind häufig Beziehungsdynamiken, die früher erkennbar gewesen wären. Sehr konservativ angesetzt: MYES verschiebt die Wahrscheinlichkeit über mehrere Saisons leicht nach unten.
Ein verletzungs- oder erschöpfungsbedingter Ausfall eines Leistungsträgers kostet je nach Liga CHF 5'000 – 30'000 pro Tag. MYES ersetzt keine medizinische Diagnostik, sondern schärft das Gespür von Staff und Spielern für Belastungs- und Erholungsmuster.
30–60 Minuten Einsparung pro Woche an Klärungsgesprächen × Saisonlänge × Stundensatz Staff.
Selbst am unteren Ende der Annahmen liegt der Return über den Kosten. Der eigentliche Mehrwert — sportliche Stabilität, Kabinenklima, Vertrauen zwischen Staff und Spielern — ist in dieser Rechnung nicht eingepreist.
Dieser Anhang ist optional. Er erklärt das Fundament der MYES-Methodik in kompakter Form — für Entscheider, die wissen wollen, was unter der Oberfläche liegt, bevor sie eine Investition freigeben.
MYES denkt Mensch, Team und Organisation nicht getrennt, sondern als ineinandergreifende Ebenen:
Selbstwahrnehmung, persönliche Werte, das eigene „Warum". Im Sportkontext: Was treibt diese Spielerin, diesen Trainer? Wovon kommt Energie, was kostet Energie?
Gemeinsame Werte, gelebte Kultur, Rollenklarheit, Vertrauen. Im Sportkontext: Wie spielt die Kabine zusammen, jenseits des Eises oder Spielfelds?
Identität, Vision, Zweck. Im Sportkontext: Wofür steht der Club — und passen die Menschen, die wir verpflichten, zu diesem Wofür?
Eine Massnahme auf einer Ebene wirkt immer auf die anderen zurück. MYES macht diese Wechselwirkungen sichtbar.
Die MYES-Methodik führt Systeme in einem iterativen Prozess. In der Praxis greifen diese Phasen ineinander; die Zeitangaben sind Orientierung, nicht Korsett.
Systemscan, Ausgangslage bewerten, Beobachtungsfelder definieren. Im Spitzensport oft der Einstieg über eine konkrete Fragestellung des Managements.
Dynamiken analysieren, Muster erkennen, Orientierungsfelder schärfen. Hier liegt der Schwerpunkt der Analyse- und Begleitungsarbeit.
Strukturen und Prozesse anpassen, Wirkung skalieren, aktive Zukunftsgestaltung.
Inhaltlicher Kompass auf allen drei Ebenen — verkürzt:
Persönliche Werte erkennen und nutzen.
Wachstum als kontinuierlicher Prozess.
Personal, Collective und Top WHY.
Vertrauen, Mut, radikale Ehrlichkeit als Grundlage.
Selbstwirksamkeit, Rollenklarheit.
Intelligentes Ökosystem, das selbsttragend ist.
Im Spitzensport sind je nach Fragestellung typischerweise zwei bis drei dieser Felder gleichzeitig im Fokus — selten alle sechs auf einmal.
Die Methodik liefert keine Etiketten, sondern eine Lesart. Statt zu sagen „Spieler X ist Typ A, Spieler Y ist Typ B", beschreibt MYES, wie Menschen unter Druck reagieren, worauf sie ansprechen, wo ihre Stärken im Zusammenspiel mit anderen am besten zur Wirkung kommen — und wo Reibung wahrscheinlich ist.
Diese Lesart wird in der praktischen Begleitung in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt: für die Kommunikation des Trainers, für Linien-Zusammenstellungen, für Captain-Entscheidungen, für die Onboarding-Strategie bei Transfers.